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Wir feiern die Erinnerung an die Geschehnisse im Abendmahlsaal

zu Jerusalem und gedenken der Angst Jesu am Ölberg und seiner Gefangennahme.

Die älteste Überlieferung des Abendmahls Jesu mit seinen Jüngern finden wir beim Apostel Paulus in seinem Brief an die Gemeinde.

Jesus nahm Brot und Wein, sagte esst und trinkt, dies ist mein Leib, mein Blut für euch. Hingegeben zur Vergebung eurer Schuld. Tut dies zu meinem Gedächtnis. Zudem berichtet uns Johannes, dass Jesus seinen Jüngern beim Mahl die Füße gewaschen hat, als Zeichen seines Dienstes für die Menschen und als Aufforderung, so zu Handeln wie er, also einander zu dienen (Joh 13, 1-15). Das Sakrament der Eucharistie beinhaltet damit beides, die Feier des Mahles und den Dienst an den anderen. Christus ist gegenwärtig in der Feier und im Dienst. Er schenkt sich uns in Brot und Wein, zur Vergebung unserer Schuld, zur Gegenwart in unserem Leben, zur Stärkung für den Dienst am Nächsten. Was wir feiern, muss dann auch im Leben sichtbar werden. Die Gegenwart Jesu, die wir mit dem Empfang der Kommunion in uns tragen, tragen wir zu den anderen, indem wir an ihnen dienend handeln.

Alle Evangelien berichten uns, dass Jesus seine Angst vor dem was kommt im Gebet zu seinem Vater brachte und schließlich verraten und gefangengenommen wurde. Auch wir dürfen unsere Ängste und Fragen zu Gott bringen. In diesem Jahr natürliche besonders die Ängste und Nöte über die Corona-Epidemie. Die Ängste der Infizierten, das Leiden der Kranken, die Not der Sterbenden, die Trauer der Angehörigen. Aber auch um Gottes Beistand und Schutz für alle, die in medizinischen, pflegenden und versorgenden Berufen tätig sind. Und für alle, die sich ehrenamtlich für andere einsetzen. Wie Jesus dürfen auch wir wissen, dass Gott uns nicht verlässt, uns vielmehr stärkt und uns beisteht.

Nehmen sie sich am Abend des Gründonnerstag Zeit zu Gebet und Gesang, zum Teilen und Essen von Brot und Wein/Saft, zum Entzünden einer Kerze für die Leidenden und Verzweifelten.

Lieder im Gotteslob z.B. Nr. 849 „Deinem Heiland, deinem Lehrer“; Nr. 282 „Beim letzten Abendmahle“, Nr. 286 „Bleibet hier und wachet mit mir“. Gebete Nr. 675, 6 und folgende zur Eucharistie und Nr. 702 zur Ölbergandacht.

Pfarrer Joachim Bayer

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