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Quo vadis? – Wohin gehst du?

Das ist eine Frage, die uns alle vermutlich ziemlich beschäftigt. Wohin geht es gerade in diesen Zeiten der Coronakrise? Was werden die nächsten Schritte sein? Welche Richtungen können gesellschaftlich, aber auch privat eingeschlagen werden?

Manchmal, so scheint es, befinden wir uns irgendwo in einem Labyrinth und wissen nicht, welche Richtung wir einschlagen sollen- Was kommt wohl nach der nächsten Biegung?

Nun, eigentlich ist es ganz einfach, denn nach der nächsten Biegung kommt wieder ein Stück Weg, bis wir zur nächsten Biegung gelangen. Trotz dieser unklaren Momente, wie wir sie gerade erleben, dürfen wir doch die Hoffnung haben, dass es ein Leben nach der Krise geben wird.

Es gibt nämlich einen wichtigen Unterschied zwischen den beiden Wörtern Labyrinth und Irrgarten. Bewusst habe ich am Anfang schon vom Labyrinth mit seinen Biegungen gesprochen, nicht aber von einem Irrgarten. Vielleicht kennen Sie das Labyrinth von Châtres – es befindet sich in der Kathedrale von Châtres in Frankreich.

Quo Vadis Labyrinth

Fällt Ihnen etwas auf? Während man in einem Irrgarten die Orientierung und den eigenen Standpunkt verlieren soll, sich eben verirren soll, kann man sich in einem Labyrinth nicht verlaufen. Es gibt einen Eingang, ein Ziel und einen Weg, der beides miteinander verbindet. Gehen Sie doch den Weg in Gedanken einmal mit. Was fällt auf? Zum einen: Es gibt viele Biegungen und Wendungen, wodurch der Weg insgesamt ziemlich lange werden kann, und falls die Wegbegrenzungen auch noch sehr hoch sein sollten, so sieht man nicht unbedingt, was hinter der nächsten Biegung steckt. Zum anderen: An bestimmten Stellen ist man der Mitte, also dem Ziel, schon sehr nahe und an anderen Stellen ist man ziemlich weit entfernt.

Ich finde, hier sind für uns verschiedene metaphorische Bilder zu finden. Drei davon möchte ich kurz benennen – wenn Sie mögen, denken Sie einmal darüber nach, was diese für Sie selbst bedeuten:

Das Bild über meinen persönlichen Lebensweg.
Das Bild über meinen Glaubensweg.
Das Bild über mein Empfinden der gesellschaftlichen Situation.

 

Es grüßt Sie im Namen des Pfarrteams

Christian Bargel
(Gemeindereferent)

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