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Coronabedingt musste in diesem Jahr das Fronleichnamsfest in seiner ursprünglichen Form abgesagt werden. In Kürnach ist es, wie in vielen anderen Pfarreien Brauch, in einer Prozession mit dem „Leib des Herrn“ in der Monstranz durch die geschmückten Straßen zu ziehen.
Doch damit, dass auch die Kürnacher Tradition des üppigen Blumenteppichs durch den Ort abgesagt werden musste,

wollte sich der Pfarrgemeinderat nicht zufrieden geben. Als kleiner Ersatz wurde – trotz Regen am Morgen des Fronleichnamstages – vor dem Eingang der Kirche ein kleiner Blumenteppich gelegt. Um 10 Uhr feierte Pfarrer Joachim Bayer dann einen Gottesdienst mit der Pfarrgemeinde. Da im Gottesdienst aktuell jedoch nur begrenzt Plätze zur Verfügung standen, wurde der Blumenteppich bis in die Abendstunden liegen gelassen, so konnten noch mehr Menschen am Fronleichnamsfest teilhaben. Zudem waren in diesem Jahr die Familien eingeladen, auf der Wiese neben der Kirche ein Blumenbild zu legen.

Was feiern wir eigentlich an Fronleichnam?

Das Wort Fronleichnam ist ein altes Wort für „lebendiger Leib des Herrn“. In vielen Pfarreien wird die der gewandelten Hostie, der Leib Christi, in der Monstranz durch die geschmückten Straßen getragen. Der „Leib Christi“, der in der Eucharistie gewandelt wird und den wir in der Kommunion in die Hand bekommen und essen, ist das wichtigste und heiligste Zeichen für uns Christen. Wir glauben, dass Jesus uns im letzten Abendmahl dieses Zeichen gegeben hat, dass er immer bei uns ist und uns durchs Leben begleitet. Die Monstranz (von lat. monstrare = zeigen) zeigt dass auch allen, die auf sie schauen und auf das Brot, den „Leib des Herrn“ – unser Glaubenszeichen, das heilige Sakrament. Und wir Christen zeigen bei der Fronleichnamsprozession allen, dass wir an Jesus glauben und ihm nachfolgen.

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